»Patik und Zyklon«

Die Zyklon (Fantasie) kann als kleiner Zyklus aus einem Künstlerleben betrachtet werden. Die Künstlerin Gülcan Turna trägt in ihrer Performance „Patik“ eine Alukonstruktion mit bodenlangen Ketten am Kopf. Durch ihre Drehungen entsteht ein Durchmesser von bis zu 3 Metern. Dieses prägnante raumschaffende und raumnehmende Drehmoment verbindet im Sound die Stimme der Künstlerin mit den zyklischen Textgedanken von Klaus Oberrauner. Vier Abschnitte in Form von Sonetten, die unterschiedliche Aspekte des Kreisens thematisieren. Eine Kindheit, die sich um einen Teich dreht, dem man alle Wünsche anvertrauen kann (Teichlied). Die ekstatische Ambition neue Farben zu finden, die es gar nicht gibt, um die Welt damit ein bisschen schöner zu machen (Regenbogen). Ein dämonischer, hämisch zugespitzter Danse macabre.